Hallo Welt

Word Press bringt bei der Installation einen Beispiel Beitrag mit Namens „Hello World“. Ich finde, das ist ein passender Titel für den ersten Beitrag im Blog. Aber da ich im deutschsprachigen Raum lebe, nenne ich ihn Hallo Welt.
Also Welt, hier bin ich, Petra Schmidt, Ghostwriterin.

Wie ich zum Ghostwriting gekommen bin?
Ich schreibe gerne, habe jedoch nur wenig Ahnung vom Marketing. Meine Bücher verkaufen sich auch ohne Marketing, aber halt nicht so, dass man davon leben kann.

Ist Schreiben also doch eine brotlose Kunst?
Muss ich versuchen mit einem Verlag zu arbeiten?
Sollte ich vielleicht einen Marketingexperten engagieren?

Hmm … Eigentlich war es mir lange Zeit egal, ich hatte einen guten Job und das Schreiben war nur ein Hobby. Dass meine Bücher keinen großen Gewinn machten, war also alles andere als wild.
Tja und dann kam Corona. Die Arbeit und damit das Gehalt wurden weniger. Schon blöd, wenn man kein Festgehalt vereinbart, sondern nach Stunden bezahlt wird. Und dann …

… erkrankte mein Stiefvater an Krebs. Seit dem bin ich ständig auf Achse, kümmere mich um seine Krankenkasse, fahre ihn zum Arzt, zur Chemo und sonst wo hin. Rede mit Ärzten, mache Termine.
Das ist eine blöde Kombination, wenn man für den Job, der gerade eh sehr lau ist, nicht ständig zur Verfügung steht. Wenn ich mit meinem Stiefvater bei der Chemo bin, kann ich keine Telefonate mit Kunden führen. Beim Arzt habe ich keine Möglichkeit, meinen Laptop auszupacken, um Termine zu vereinbaren. Kurz gesagt, das klappte nicht und ich bekam noch weniger Lohn.

Aber ich brauchte Geld, ich muss ja auch meine Rechnungen zahlen. Zum Amt? Nee, da war ich schon mal, vor ein paar Jahren, das wollte ich mir nicht noch mal antun. Zumal ich ja für die Termine beim Amt ja auch nur begrenzt Zeit hätte.

Was also kann man ortsunabhängig und zu einem großen Teil ohne Internet machen, etwa während man wartet, bis die Chemo vorbei ist?
Schreiben!

Nur, ähm, ich habe immer noch das Marketingproblem und ehrlichgesagt, nicht die Kohle mir dafür einen Experten anzulachen. Und ein Verlag? Hmmm … Bis du da einen gefunden hast, alles spruchreif ist und man dann irgendwann mal ein paar Euro Vorschuss bekommt, gehen Monate ins Land. Ich brauch aber jetzt Geld.

Also habe ich mich umgeschaut. Textbroker? Content.de?
Ja mit denen habe ich vor Jahren schon mal gearbeitet, hobbymäßig, keine der beiden Plattformen hatte mich überzeugt, weswegen ich es wieder gelassen hatte.
Aber wie bietet man denn sonst seine Dienste an?
Ich schaute mich ein wenig um und fand zwei Anzeigen, in denen Texter gesucht wurden. Also habe ich mal angefragt. Es waren Ghostwriter Agenturen.
Bei beiden habe ich eine Probearbeit abgeben müssen und die waren so begeistert, dass ich sofort Folgeaufträge bekam. Und noch einen und noch einen und noch einen … .

Mittlerweile schreibe ich nicht nur für die beiden Agenturen, sondern habe auch für andere Auftraggeber und kann damit meine Rechnungen bezahlen.

Schreiben ist also keine brotlose Kunst.

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