Schreibtools

Wenn ich als Autor rein für mich was schreibe ist es egal, wie lange es dauert, solang ich keinen Verlag im Hintergrund habe, der mir eine Deadline setzt. Wenn ich Zeit habe, kann ich handschriftlich schreiben, oder an der Schreibmaschine. Natürlich geht auch Computer oder Tablett mit einem Word oder anderem Office Programm, oder ich kombiniere alles miteinander.

Schreibe ich aber als Ghostwriter, habe ich immer eine Deadline. Und nicht nur die sitzt mir im Nacken, ich muss ja auch genug verdienen, um von den Einnahmen leben zu können. Das schreiben muss also möglichst effizient vonstattengehen, zumal ich ja auch noch die Recherche Zeiten bedenken muss, die sich je nach Thema durchaus sehen lassen können.

Es empfiehlt sich also immer, am Rechner zu schreiben, dann kann man schreiben, bearbeiten, formatieren, ohne erst lange irgendwelche handschriftlichen Notizen abtippen zu müssen. Auch Schreibmaschinenseiten müsstest du erst abtippen, denn deine Kunden wollen die Texte immer digital und wenn möglich in bestimmten Dateiformaten. Es macht also keinen Sinn, einen Umweg zu gehen, das wäre ineffizient und das kann ich mir nicht leisten, wenn ich davon leben will.

Aber auch am Rechner kann man die Effizienz steigern.
Wenn du dauerhaft am Ball bleiben willst, brauchst du eine vernünftige Tastatur, eine gute Maus, Platz auf dem Schreibtisch und ein Schreibprogramm, dass dich unterstützt.

Ich persönlich liebe Cherry Tastaturen, nein ich meine ehrlichgesagt nicht die Marke, früher nannte man die ergonomisch geformten Tastaturen so. Dabei sind die Tasten für das zehn Fingersystem optimiert, so dass man die Handgelenke in einem optimalen Winkel auflegen kann. Mein Mann hasst meine Tastatur, denn für das Adler Suchsystem ist diese Aufteilung natürlich suboptimal. Ich jedoch nutze eine Art zehn Fingersystem und entsprechend bringt mir diese Tastatur sehr viel für die Gesundheit meiner Handgelenke.

Meine Maus, ist bei meinem Mann ebenfalls nicht beliebt, da es sich um einen Trackball handelt, den man mit dem Daumen bedient. Der Vorteil ist, dass man sie nicht auf dem Tisch herumschieben muss, sie benötigt also keinen großen freien Platz auf dem Schreibtisch. Alternativ ist auch ein Touchpad sinnvoll, aber ich mag den Trackball lieber.

Und wenn wir gerade bei dem Platz sind. Auch wenn ich nichts mit der Hand vorschreibe, so schreibe ich mir doch gerne Kleinigkeiten auf, etwa Jahreszahlen die ich an mehreren Stellen im Text brauche oder Reihenfolgen von Ereignissen. Ansonsten benötige ich Platz für meinen Laptop, den Desktop, Kaffee und Bücher!!!

Ja ich bin altmodisch, ich nutze für meine Recherchen gerne Bücher. Ich finde es traurig, ein Buch zu lesen, das nur aus dem Internet zusammengeklaubt wurde, dann könnte ich ja auch einfach die Ressourcen auflisten und schreiben lies da mal nach.
Vielleicht bin ich auch altmodisch, aber ich hab im Internet auch schon viel Mist gelesen, das bei einer Überprüfung handfester Quellen nicht gestimmt hat, das ich das einfach nicht mag.

Laptop und Desktop?
Ja ich habe beides plus externe Festplatten und einer privaten Cloud auf dem eigenen Server! Man nennt sowas Datensicherung. Das ist wichtig, denn dein Rechner kann immer mal abschmieren. Stell dir vor du hast einen Auftrag mit 30000 Worten und kurz bevor du fertig bist, zwei Tage vor Deadline, geht auf einmal dein Rechner kaputt …. Ganz blöde Sache. Deswegen habe ich gleich mehrere Backuplösungen hier stehen, dass wenn mal was sein sollte, ich sofort auf ein alternatives System gehen kann, auf dem ich ebenfalls Zugriff auf den letzten Speicherstand habe.

Apropos Speicherstände
Nutze ein Schreibprogramm, das von sich aus immer Zwischenbackups speichert. Dabei geht es nicht nur darum, dass du immer den letzten Stand hast, wie bei Open Office, sondern wirklich auch diverse Zwischenstände, etwa für den Fall das du etwa gelöscht hast und viele Absätze später merkst, verdammt das war doch besser.
Alternativ kannst du natürlich immer wieder von Hand speichern, aber das ist im Schreibprozess mühselig, glaub mir.

Papyrus
Ich selbst schreibe übrigens schon seit Jahren mit Papyrus Autor. Dieses Programm hat nicht nur die besagten Backups, sondern auch den Duden Korrektor mit drin. Dieser ist einer der fortschrittlichsten Korrekturprogramme für die deutsche Sprache. Er analysiert nicht nur die Rechtschreibung, sondern auch die Zeichensetzung und Grammatik. Zwar gibt es immer noch einige Kleinigkeiten, die er nicht entdeckt aber im Großen und Ganzen ist er genial.

Weitere Vorteile sind die Möglichkeit längere Texte zu strukturieren, Personenverzeichnisse anzulegen, genauso wie Verzeichnisse für Ereignisse, Orte und anderes. Man kann Geistertexte einfügen, die nicht im Text mitgerechnet werden, man kann einen Zeitstrahl nutzen, genauso wie man ein Mindmap erstellen kann.

Alles in allem ein tolles Programm mit hilfreichen Tools. Und zu allem Überfluss kann man die Texte direkt in Word, PDF, E-Pub und Mobi Dateien exportieren, wodurch das Programm zu vielen anderen kompatibel wird. E-Pub und Mobi? Das sind E-Book Formate, da bedeutet, du kannst das Buch komplett fertig schreiben und Formatieren und direkt als E-Book ausgeben lassen.

Das brauchst du als Ghostwriter zwar weniger, aber vielleicht, hast du ja auch mal Lust, ein eigenes Buch herauszubringen.

Dazu demnächst mehr.

Man liest sich
Petra

Schreibe einen Kommentar