Ist das Kunst oder kann das weg?

Das erste Türchen im Advent bringt dir einen Tipp zum Thema literarischer Abfall.

Wenn man so vor sich hin schreibt für andere, kommen einem immer wieder Ideen, die aber vom Auftraggeber verworfen werden.

Was macht man bloß damit?

Mein Tipp, nicht wegwerfen. Wenn du mal Leerlauf hast, kannst du daraus ein Buch machen und dieses entweder selbst verlegen oder als Manuskript zum Kauf anbieten. Ich hab da auch so ein paar Abfallprodukte, die der Auftraggeber nicht wollte.


Wofür habe ich mich entscheiden?
Für das Selbstverlegen natürlich.

Wieso natürlich?
Weil ich mit wenig Zusatzarbeit ohne viel Risiko ein dauerhaftes Einkommen generieren kann. Das mit der Zusatzarbeit ist natürlich relativ. Lektorat, Korrektorat, Coverdesign, Buchsatz, Bildrecherche, Lizenzeinkauf für Bilder …

All das kommt auf einen zu, wenn man beschließt, das Buch selbst zu veröffentlichen. Aber seien wir doch mal ehrlich. Meine Auftraggeber erwarten von mir sowieso, dass ich Lektorat und Korrektorat in einem Zug mit der Schreiberei erledige. Und die grundlegende Formatierung ist ebenfalls mein Job als Ghostwriter. Na OK nicht immer, aber sehr oft. Es ist folglich nur noch ein kleiner Schritt, wenn man etwas selbst veröffentlichen will.

Mein eigentliches Problem, ich hatte es in meinem ersten Post schon mal gesagt, ist das Marketing. Ich habe davon keine Ahnung, aber ich sehe eine Möglichkeit, es zu lernen.

Und das Risiko, das ich dabei eingehe?
Das ist mit einem Buch aus dem literarischen Ausschuss relativ gering. Ich mein die Zeilen sind ja schon vorhanden, man bringt sie in eine schöne Form, etwa wenn man eh zwischen zwei Aufträgen nichts zu tun hat, oder wenn man im Scheibprozess einfach mal Abwechselung benötigt. Dann bastelt man ein Cover, oder lässt es basteln, fügt alle relevanten Daten in das Skript ein, Stichwort Impressum und dann lädt man es als Taschenbuch und E-Book hoch. Dafür habe ich einen KDP Account, das ist der Veröffentlichungsservice von Amazon.

Wieso KDP?
Weil der Prozess dort einfach ist und es mich absolut NICHTS kostet. Die Autorenexemplare sind verhältnismäßig günstig, im Endeffekt zahlst du nur die Druckkosten zuzüglich Versand. Anders als bei BOD und Co, wo man auch an deinen Autorenexemplaren verdienen will. Der Druck ist im Schwarz Weiß Bereich gut, und der Coverdruck sogar exzellent.

Der einzige Nachteil ist die Tatsache, dass du keine Hardcover dort drucken lassen kannst. Aber seien wir ehrlich, das ist auch bei allen anderen Anbietern ein teurer Spaß und eine Relativ unnötige Preissteigerung. Wenn du nicht gerade ein Kunstwerk verlegen willst, mit dem du ernsthaft einen höheren Preis nehmen kannst, lohnt sich das sowieso nicht.


Weitere Vorteile von KDP?
Man kann direkt auch das E-Book auflegen. Hier hat man den Vorteil einer hohen Marge und man kann direkt ins Kindle Unlimited Programm gehen, sprich in die online Ausleihe von Amazon.

Wozu denn das?
Ganz einfach, die Ausleihe gibt zusätzliche Sichtbarkeit und man bekommt pro gelesener Seite auch noch ein paar Cent. Das ist nicht viel, aber die Erhöhung der Sichtbarkeit ist für das Ranking auf Amazon und damit die Auffindbarkeit deines Buches von großem Vorteil.
So machst du aus deinem literarischen Abfallarchiv noch einmal etwas Geld.

Ich werde demnächst noch eine genauere Einführung in Amazon KDP mit seinen vor und Nachteilen schreiben. Aber es gibt dazu auch einige Tolle Videos auf Youtube und verschiedene Blogs. Ich mag vor allem Nomad Publishing als Informationsquelle rund um KDP.

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