Künstlersozialkasse

Ich habe ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk bekommen.
Heute war endlich der lang ersehnte Brief der Künstlersozialkasse im Briefkasten.

Künstler.. Was?
Die Künstlersozialkasse ist eine Einrichtung des Staates um Künstlern, die ja per se mitunter keine regelmäßigen Einkünfte haben und oft auch nicht so übermäßig verdienen bei den Kosten zur Krankenkasse und Rentenversicherung zu entlasten.

Mit anderen Worten, die Künstlersozialkasse übernimmt den Part des Arbeitgebers, zahlt also die Hälfte der Beiträge für die Krankenkasse, Rentenversicherung und Pflegeversicherung.

OK und nun ?
Nun muss ich wie ein Arbeitnehmer Beiträge anteilig von meinen Einkünften zahlen, anstatt mich in der gesetzlichen Versicherung freiwillig zu versichern.

Macht das was aus?
Ja das macht sogar viel aus. Die günstigste Freiwillige Versicherung kostet über 200 EUR. Das ist viel Geld, wenn man wie ich am Anfang steht und gerade sein Geschäft aufbaut. Und das wäre nur die Krankenkasse, hinzu kämen noch die Rente und die Pflegeversicherung.

Bei der KSK, wird mein Beitrag wie bei einem Arbeitnehmer prozentual von den Einnahmen berechnet. Da ich aktuell noch nicht viele Einnahmen habe bedeutet das, dass ich nur ca. 96 EUR zahle, inklusive Renten- und Pflegeversicherung. Das ist doch ein enormer Unterschied.

Hey cool kann ich das auch machen?
Wenn du in erster Linie künstlerisch tätig bist, also wie ich Autor und/ oder Ghostwriter, bildender Künstler oder entsprechende Kurse gibst, etc., dann kannst du dich in der Künstlersozialkasse anmelden.
Aber stell dir das nicht so einfach vor. Neben dem Antrag musst du nachweisen, dass du auch wirklich die Kunst, egal ob schreiben oder anderweitig als Haupteinnahmequelle hast.
Das belegst du anhand von Rechnungen, Kontoauszügen und Co.
Dann wir geprüft und geprüft und geprüft, bis dann irgendwann mal eine Entscheidung kommt.

Wie lange dauert das?
Also ich hatte den Antrag im September gestellt, weil ich zum 1. Oktober meine sozialversicherungspflichtige Stelle beendet habe und mich seit dem rein mit dem Schreiben beschäftige. Und jetzt, heute, kam endlich der erlösende Brief.

Das sind ja über drei Monate!
Jap über drei Monate bangen, ob ihnen meine Nachweise reichen oder nicht… Aber jetzt ist ja alles gut.

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